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Wir schreiben die uns gestellten Fragen nicht mit. Die unten aufgeführten Fragen hören wir jedoch so oft, dass wir versuchen wollen, sie allgemein zu beantworten. Aber:
- Diese Seite soll eine Informationsquelle für Patienten, Ärzte und Lasergeräte-
hersteller sein.
- Sie will lediglich zur Information über dieses Thema beitragen und gibt keine Ratschläge oder medizinischen Anweisungen und ersetzt nicht das persönliche Beratungsgespräch.
- Ein persönliches Gespräch mit einem lasererfahrenen Hautarzt ist unverzichtbarer Bestandteil eines auf Sie persönlich abgestimmten Behandlungsplanes.
Wenn es in Ihrem Falle vorzuziehen ist, enthält dieser Plan dann auch konventionelle Therapien ohne Laser. s.auch: Rechtliches
Tut das weh? Ein Laserimpuls fühlt sich an wie das Schnippen eines Gummibandes gegen die Haut. Insgesamt ist die Behandlung nicht schmerzhafter, als sich tätowieren zu lassen. Bei großen Flächen (ganzer Unterarm) oder an einigen besonders empfindlichen Körperstellen bieten wir eine lokale Betäubung an. Betäubungscremes verwenden wir nur in absoluten Ausnahmefällen. Sie sind nur begrenzt wirksam, verändern aber die optischen Eigenschaften der Haut und beeinträchtigen meistens den Behandlungserfolg. In den ersten Stunden nach der Behandlung fühlt sich die Haut an wie nach einem Sonnenbrand. Eine trockene Kühlung (z.B. Gelkissen) oder Luftzug (Fächer) ist angenehm.
Wann kann ich wieder unter die Leute gehen? Die behandelte Stelle wird, wenn sie im sichtbaren oder infektionsgefährdeten Bereich liegt, mit Verbandmaterial abgedeckt. An bekleideten Körperstellen ist das nicht nötig oder nicht sinnvoll. An den behandelten Stellen kann es zu Schorfbildung kommen. Nach spätestens 14 Tagen ist der Schorf abgefallen. Lesen Sie unsere ausführliche Patienteninformation oder rufen Sie uns an, wenn Sie nach einer Behandlung Fragen haben.
Bezahlt das die Krankenkasse? Bei Schmutzeinsprengungen nach Unfällen oder durch Schusswaffen erstattet die Haftpflichtversicherung des Verursachers oder die Berufsgenossenschaft sehr oft die Behandlungskosten. Tätowierungsentfernungen werden in Abhängigkeit vom persönlich vereinbarten Versicherungsvertrag nur von einigen Privatkrankenkassen übernommen. Gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Kosten nur in absoluten Ausnahmefällen. Normalerweise müssen Sie die Tätowierungsentfernung selbst bezahlen.
Kann ich danach Auto fahren? Fast immer können Sie Ihr Fahrzeug benutzen. Lediglich bei Behandlungen im Augenbereich (z.B. bei Permanent Make-up) könnten leichte Schwellungen auftreten. Auch wenn Sie dann noch sehr gut sehen können, empfehlen wir, in diesem Fall nicht selbst ein Fahrzeug zu steuern. Wir werden das im Einzelnen mit Ihnen besprechen.
Welche Risiken gibt es? Weiße Stellen im behandelten Bereich: Da die Tätowierungsfarbe immer unter den natürlichen braunen Hautpigmenten liegt, muß das Laserlicht hindurch. Dabei kann ungewollt natürliches Pigment entfernt werden. Bitte schützen Sie z.B. am Strand oder im Solarium die Haut im Tätowierungsbereich mit Pflaster oder einer anderen Abdeckung vor dem Braunwerden, dann ist Ihre Haut am besten auf den Laser vorbereitet, und es kommt nicht zu Aufhellungen. Nach Abschluß der Behandlungsserie können Sie wieder braun werden. Das Narbenrisiko ist vernachlässigbar klein. Bitte halten Sie die nächsten Tage die mit dem Laser behandelten Stellen trocken und sauber (kein Kontakt mit Schmutzwasser). Durch den Laser wird die Haut nicht geöffnet, aber eine Infektion ist - wie an jeder anderen Körperstelle auch - jederzeit möglich und könnte in der Folge zu Narbenbildung führen. Wenn Sie nicht sicher sind, zögern Sie nicht, uns anzurufen. Wenn sich trotz aller Vorsicht doch helle Stellen gebildet haben sollten, werden diese in der Regel in den nächsten Jahren von den Haarfollikeln aus beginnend wieder normale Hautfarbe annehmen. Das ist ein langsamer Prozess. Es ist immer besser, einige Wochen zu warten, bis die Haut für eine Laserbehandlung möglichst blaß geworden ist, als später auf die Rückkehr entfernter natürlicher Pigmente zu warten. Eventuell vorhandener Schorf sollte nie gewaltsam entfernt werden, sondern von allein abfallen.
Ist das teuer? Gütegeschaltete Laser für die Tätowierungsentfernung sind vergleichbar mit einem Rennwagen. Sie sind Hochtechnologie, die entsprechend teuer in der Anschaffung und im Unterhalt ist. Viele Geräte wiegen mehr als 100 kg und sind angefüllt mit Hochspannungselektrik, optischen Komponenten und Steuerungstechnik, damit alles sicher und die Lichtqualität hervorragend ist. Jährlich ist eine sicherheitstechnische Kontrolle gesetzlich vorgeschrieben, die wir jedoch freiwillig öfter durchführen. Für die optimale Entfernung von künstlichen Pigmenten in unterschiedlicher Haut halten wir ständig 3 gütegeschaltete Laser (nur für die Entfernung von Pigmenten) für Sie bereit. Wir können diese Behandlung ab 50 Euro pro Sitzung anbieten. Der exakte Preis wird mit Ihnen im Beratungsgespräch fest vereinbart und ist vor allem abhängig von der Größe der zu behandelnden Fläche, der Farbart und der Farbmenge. Die Tiefe der Tätowierungsfarbe in der Haut ist für unsere Laser kein wesentlicher Faktor. Verringert sich die zu behandelnde Fläche, nachdem ein Teil der Tätowierung bereits veschwunden ist, wird der Preis neu ermittelt.
Wieviel kann man auf einmal behandeln? Flächen bis zur Größe einer Postkarte sind in einer Behandlungssitzung kein Problem. Wir behandeln jedoch nach Absprache in Einzelfällen auch größere Flächen.
Wann kann ich wieder in die Sonne gehen? Die zu behandelnde Haut muss während der gesamten Behandlungszeit möglichst umfassend vor Sonnenlicht und vor Pigmentbildung geschützt werden. Der behandelte Bereich sollte möglichst bis 4 Wochen nach der letzten Behandlung, bzw. mindestens, bis keine Hautrötung mehr erkennbar ist, abgedeckt werden. Wenn Sie nicht sicher sind, rufen Sie uns bitte an.
Wie lange hält das Ergebnis an? Für immer (oder bis zur nächsten Tätowierung).
Gibt es Altersgrenzen? Nein.
Wer sollte nicht behandelt werden? Schwangere und Stillende, weil hierzu keine klinischen Studien durchgeführt wurden und werden. Eine Schädigung des Embryos ist sehr unwahrscheinlich, wir warten aber generell bis zum Ende der Stillperiode mit der Weiterbehandlung. Die Behandlungsergebnisse verschlechtern sich durch Behandlungspausen nicht. Bei bestehenden Allergien auf die Tätowierungsfarbstoffe kann unter bestimmten Voraussetzungen trotzdem behandelt werden. Wenn Sie Medikamente einnehmen oder sich in ärztlicher Behandlung befinden, teilen Sie uns das bitte vor Behandlungsbeginn mit.
Kann ich den Erfolg günstig beeinflussen? Wir empfehlen absoluten Sonnenschutz an der Behandlungsstelle über die gesamte Behandlungszeit. Weitere Tips geben unsere Ärzte. Allgemein gesunde Lebensweise, gute Durchblutung...
Woher weiß ich, dass Sie den richtigen Laser für mich haben? Mit 11 Lasergeräten steht uns eine große Auswahl zur Verfügung, und nur in absoluten Ausnahmefällen haben wir nicht das passende Gerät. Dann würden wir entweder dieses Gerät beschaffen oder Ihnen mit einer entsprechenden Adresse weiterhelfen. Wir behandeln generell nur, wenn wir uns in diesem Fall auch selbst so behandeln würden. Wenn ein konventionelles Verfahren Ihnen besser hilft, werden wir Sie auch hierzu beraten, auch wenn wir diese Behandlung selbst nicht anbieten.
Sind die Laser sicher, oder können sie aus Versehen etwas abschneiden? Alle unsere Laser können nicht “aus Versehen” mehr Energie an die Haut abgeben, als vorgesehen ist. Sie werden intern - Laserimpuls für Laserimpuls - überwacht und stellen sich automatisch ab, wenn die engen Toleranzgrenzen erreicht sind. Unsere Ärzte sind vertraut mit der Technik und werden die Behandlungsstärke in der ersten Behandlungssitzung schrittweise steigern, um für Ihre Haut den maximal möglichen Erfolg zu erzielen.
Das hier muss weg. Wie geht´s nun weiter und was kostet das? Information (z.B. in unserem Informationspavillon in Kiel, Holstentörn) Beratung hautfachärztliche Begutachtung Aufstellen eines Behandlungsplanes Fotodokumentation optimale Vorbereitung auf die Behandlung, optimaler Behandlungszeitpunkt Laserbehandlung, evtl. anfängliche Orientierungsbehandlung optimale Nachbehandlung in den folgenden Tagen weitere Behandlungen im Mindestabstand von einem Monat Abschluss der Behandlung und Fotodokumentation Preise siehe Ist das teuer?
Gibt es Strahlenschäden und so etwas? Seit wann wird das mit dem Laser behandelt, und gibt es Spätschäden? Theodor Maiman hat als Erster 1960 einen Laser (Rubinlaser) zur Abgabe von Laserlicht (kohärent, monochromatisch...) gebracht. Schon 2 Jahre später hat der Hautarzt Dr. Goldman (USA) damit versucht, Tätowierungen zu entfernen. Die Wirkung war die eines teuren Lötkolbens. Die Tätowierung war weg, dafür aber Narben da. Der Mißerfolg war vorprogrammiert, weil die ersten Laser nur wenig Licht in relativ langer Zeit abgeben konnten, und weil Dr.Goldman die Tätowierungsfarbe nach oben durch die narbenempfindliche Basalmembran (Keimschicht der Haut) entfernen mußte. Das geschah damals natürlich im Einvernehmen mit den Patienten. Aber damals gab es nur die Wahl zwischen vielen, etwas weniger oder anderen Narben. Erst mit den gütegeschalteten Lasern wurde eine narbenfreie Entfernung von Pigmenten in der Haut möglich. Strahlenschäden im Sinne von radioaktiver Belastung gibt es bei unseren dermatologischen Lasern nicht. Spätschäden treten nicht auf.
Generell bieten wir auch “sensationelle neue Verfahren” unseren Patienten erst an, wenn sie sich bewährt haben. Das schließt eine Information zu neuen Methoden jedoch nicht aus und wenn nötig, warten wir gemeinsam mit unseren Patienten auf die Ergebnisse von Studien, um dann das weitere Vorgehen zu beraten.
Moderne Laser für Tätowierungsentfernung sind gütegeschaltet, d.h. Laserlicht wird über den physikalisch langen Zeitraum von einigen tausendstel Sekunden “gesammelt” und dann in einem “komprimierten” Lichtblitz (der ist dann nur wenige Milliardstel Sekunden lang) freigesetzt. Die Leistung eines solchen Lichtblitztes beträgt dann um die 40 Megawatt (Das ist mehr Leistung, als große Fährschiffe zur Verfügung haben) Der Lichtblitz ist zu kurz, um die Haut zu verbrennen, aber lang genug, um die mikrofeinen Farbpartikel in Bewegung zu setzen, die dann über das Blut abtransportiert werden. Nur durch diese Technik lassen sich zur Zeit Tätowierungen narbenfrei entfernen.
Ich bin nun schon so oft hier gewesen. Wann ist das endlich weg? (Patient mit Tätowierung nach der 3.Behandlung) Die Tätowierungsentfernung mit gütegeschalteten Lasern geschieht unter Beteiligung der Haut, bzw. wäre ohne diese Beteiligung nicht narbenfrei möglich. Das Laserlicht verändert die Farbpartikel und diese können in den folgenden Wochen von den weißen Blutkörperchen erkannt und abtransportiert werden. Gleich darunter liegende Partikel erreicht das Laserlicht nicht mehr, weil die Schicht darüber es reflektiert. Diese Partikel können deshalb vorerst nicht verändert und erst bei der nächsten Behandlung erkannt und abtransportiert werden. Die Menge der Farbpartikel in der Haut ist also entscheidend für den Behandlungsfortschritt. Die Tiefe in der Haut ist für unsere Laser nicht wichtig. Die Behandlung von 3 Bundeswehrsoldaten mit jeweils der gleichen Tätowierung vom gleichen Tätowierer hat uns aiuch gezeigt, dass es große individuelle Unterschiede bei der von den weißen Blutkörperchen erkannten und abtransportierten Farbmenge gibt: Patient1: 4 Sitzungen, Patient2: 5 Sitzungen, Patient3: 9 Sitzungen.
Ich will mir ein Tattoo stechen lassen. Welche Farben bekommen Sie am besten wieder weg, wenn mir das später nicht mehr gefällt? Neue Tätowierungen sollten immer als lebenslänglicher Körperschmuck angesehen werden und dem entsprechend sorgfältig ausgewählt werden. Wir waren in den ersten Jahren der Laserentfernung von Tätowierungen in Deutschland auf Tattoo-Conventions (z.B. Neuss, Castrop-Rauxel, Hannover, Hamburg, München) unterwegs, um die neue narbenfreie Methode vorzustellen. Die Tätowierer, die wir getroffen haben, waren alle um gute Ergebnisse bemüht. Natürlich gibt es Unterschiede, aber es gibt wirkliche Künstler. Wenn Sie einige dieser Fachmessen besuchen, haben Sie einen guten Überblick und können sich für Ihre Tätowierung und Ihren Tätowierer (oder Tätowiererin) entscheiden und die Frage nach einer Entfernung wird sich nicht stellen. Unsere Erfahrungen bei der Entfernung beziehen sich zum überwiegenden Teil auf alte, selbst mit Maschine oder per Hand hergestellte, auch farbige Tattoos. Bei modernen Farbmischungen kann jeweils erst nach einer kleinen Probestelle entschieden werden, ob sich mit unseren verschiedenen Lasern alle Farben entfernen lassen. Je dunkler die Farbe, desto größer ist die Wirkung des Lasers (Ausnahme: z.B. polymerisierende Tribal-Farbe). Helle, moderne Farbtöne lassen sich schlechter mit dem Laser beeinflussen, weil sie der Hautfarbe ähnlicher sind und damit vom Laserstrahl eher verschont werden..
Machen Sie auch Time-Tattoos? Nein, aber wir entfernen die oft unansehnlichen Reste von verwaschenen Time-Tattoos. Diese Tätowierungen enthalten meist sehr viel Farbe ungewisser Zusammensetzung und sind zum Teil nur sehr schwer zu entfernen. Unser Tip: Wenn ein Tattoo, dann nach reiflicher Überlegung ein dauerhaftes persönliches Motiv von einem künstlerisch begabten, professionellen Tätowierer.
Machen Sie auch Permanent Make-up? Nein. Die verwendeten Farben sind zum Teil auf Grund ihrer Zusammensetzung instabil und können sich umstrukturieren. Aus rötlichen oder bräunlichen Farbtönen entsteht unter Umständen ein schwarzer. Manchmal ist die veränderte Farbe wesentlich schwerer zu entfernen ist als die ursprüngliche Farbe. Vor der eigentlichen Entfernung behandeln wir meist sehr kleine Areale, um Farb- und Hautreaktionen im Einzelfall einschätzen zu können.
Und auch das ist schon mal geäußert worden... :
“Ich bin doch nicht blöd! Wieso soll ich das bezahlen? Ich habe da nie eine Tätowierung gehabt, ... oder seh´n Sie da was? ”
“Ich habe mal mitgemacht bei “Jugend forscht” - mit Nadel und Tinte. Das ist lange her, und meine Frau stört es nicht, weil ich das schon vorher hatte. Wenn das aber weg geht, wäre ich´s schon gern los.”
“Wissen Sie, ich bin als kleines Mädchen auf einem Schotterweg hingefallen. Ich habe nie einen kurzen Rock tragen können wegen der schwarzen Stelle. Ich bin zwar schon 76, aber es wäre wirklich schön, wenn ich das noch los würde.”
ergänzende Informationen erhalten Sie unter: www.taetowierungsentfernung.de
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